Sachs-Motor Dienst Saxonette Reparaturanleitung 1938

Vorschau (3,34 MiB)

Maße: 210 x 150 mm

SACHS-MOTOR Dienst ‘| 6 ‘ Motor springt ie A nicht an 8 n Motor bleibt stehen Motor leistet | Fr wenig und wird heiß Motor läuft im 4-Takt DO SACHS-MOTOR __J verölt oder +“ + i N verrußt x % 4 D | T +: È 4 | & ? 4 A + Î RU 4 3 Zündkerze à 2 1 hat weiß- à r gebrannten y | | Stein 484: 7 : AA 7, Mai SIR. x Zu hoher BRL, NU EX - | È À Brenn- ; + Stoffver- È : brauch i N Ti Nr. 5806. 10000. 9. 38. EB, Motor springt . 0040 . nicht an Motor springt nach Betätigung der Pumpe nicht an Ursache Behebung Seite Brennstoffzufuhr Tank leer Brennstoff nachfüllen Motor Brennstoffhahn geschlos- bleibt sen Hahn öffnen stehen zu wenig Brennstoff im Tank Hahn auf „Reserve stellen Luftloch im Tankverschluß verstopft Tankverschluß reinigen Brennstoffilter am Hahn oder am Vergaser- Motor anschluß verschmutzt Abschrauben und durch- leistet blasen 20 wenig und Brennstoffleitung verstopft wird heiß oder geknickt Reinigen bzw. erneuern 22 Ventilsitz im Vergaser- deckel verschmutzt Vergaser ausbauen, Ver- gaserdeck. abschraub. u. Ventilsitz durchblas. Tank, Filter, Leitungen, Schwimmergehäuse v. Motor Zeit zu Zeit reinigen 22—24 läuft im 4-Takt Zündkerze gibt keinen Funken Zündkerze prüfen 25/26 Zündkerze verölt oder verschmutzt Mit Hilfe einesHolzspans reinigen oder in einer Gasflamme vorsichtig ausbrennen Elektrodenabstand nicht Zündkerze richtig Abstand nachstellen 26 verölt oder Zündkerze beschädigt Kerze erneuern verrußt Isolator gesprungen Kerze erneuern 25 Zündkerze muß gut fest- geschraubt und mit Dich- tung versehen sein x Zündeinlage: Zündkabel hat gescheuert oder schlägt auf Masse eee durch Kabel freilegen, mit Iso- gebrannten lierband umwickeln 27 Stein Verschraubung des Kabels mit Gehäuse lose oder beschädigt Festmachen, Ausbessern bzw. erneuern Zu hoher Brenn- stoffver- brauch a 2 4 i 4 Sa 4 ] H pas ta “Serg ni Re Em PE - Sn nn — 5 — Motor springt nach Betätigung der Pumpe nicht an Ursache Behebung Seite Unterbrecherkontakte ver- ölt oder verschmutzt Unterbrecherkontakte stark abgebrannt Unterbrecherhammer hebt infolge Verschleißes nicht mehr ab Unterbrecherhebellage- rung defekt, Kontakte öffnen zu langsam Zündspule schlecht ange- schlossen Zündspule defekt Kondensator schlägt durch, bzw. feuert stark Magnet hat seinen Mag- netismus verloren Papier von ungefähr dop- pelter Postkartenstärke durchziehen Unterbrecher einstellen Unterbrecherhammer er- neuern Vorbeugen dch. Schmier. d. Schmierfilzes für d. Unterbrecher m. Bosch- Heißlagerfett Lagerbolzen auswechseln Auf einwandfr. Anchluß der Zündspule achten Zündspule erneuern Verbindung zum Kon- densator prüfen, Kon- densator erneuern Z. Aufmagnetisieren ins Werk o. an eine Bosch- Diensstelle senden 28/29 32 32 32 Motor bleibt stehen Motor leistet wenig und wird heiß Motor läuft im 4-Takt Zündkerze verölt oder verrußt Zündkerze hat weiß- gebrannten Stein Zu hoher Brenn- stoffver- brauch | | 4 \ EEE ER a ERI e ADE ti ne ra ai Geri iù 1% dt LES nn Sa È AS en: DE te ung 4 4 DI Motor bleibt nach dem Anspringen stehen Se Ursache Behebung Seite Vergaser Düse verstopft Düse durchblasen od. m. Motor weicher Borste reinig. 20 Pre Düse zu klein Richtige Düse einsetzen ee Schwimmernadel klemmt im Ventilsitz Schwimmer ausb., Ver- gasergeh. rein., Nadel leicht bewegl. machen 22/23 Brennstoffspiegel im Schwimmergehäuse zu niedrig Schwimmer eine Raste Motor höher klemmen 22/23 leistet wenig und Brennstoffzufuhr ets Tank leer Brennstoff nachfüllen Brennstoffhahn geschlos- sen, zu wenig Brenn- stoff im Tank Hahn öffnen, Hahn auf „Reserve” stellen Luftloch im Tankverschluß verstopft Tankverschluß reinigen Mote Brennstoffilter am Hahn e E oder am Vergaseran- schluß verschmutzt Abschrauben und durch- blasen 22 Brennstoffleitung verstopft oder geknickt Reinigen bzw. erneuern 22 Ventilsitz im Vergaser- dsckel verschmutzt Vergaser ausbauen, Ver- < gaserdeck. abschraub. u. Ventilsitz durchblas. 23 nn Zündkerze verölt oder | Zündkerze reinigen oder at verschmutzt m. Gasflamme ausbr. 25 Zündung Zündkabel lose oder be- : schädigt Zündkabel nachsehen 27 Masseschluß in der Zünd- anlage Zündanlage nachsehen 28—32 Unterbrecherkontakt ver- Zündkerze schmort oder verölt Reinigen und nachstellen 32 hat weiß. gebrannten Kupplung rutscht Kupplung nachstell. Bei na kalter Witterung Gas- griff beim Starten nicht voll öffnen, ehe der Motor die nötige Be- triebsw. erreicht hat 72 Zu hoher Brenn- stoffver- brauch ANGE Motor leistet wenig und wird heiß Ursache Behebung Seite Motor patscht in den Ver- gaser Ansaugfilter verstopft Brennstoffzufuhr Vergaser Brennstoff enthält zu wenig oder minderwer- tiges Ol Falsche Luft Dekompressor undicht Zündkerze lose Zündkerze alt oder zu niedriger Wärmewert Zuviel Frühzündung Kondensator durchge- schlagen oder Verbin- dung zum Kondensator nicht in Ordnung Unterbrecherabstand zu groß Zündeinrichtung nicht auf dieMarkierungzwischen Gehäuse und Platte ein- gestellt Zündspule defekt oder schlecht angeschlossen Kolbenringe festgebrannt Verbrennungsrückstände auf dem Kolben und im Verbrennungsraum Auspuff durch Olkohle verstopft Motor stark verschmutzt und daher mangelhafte Kühlung Düse reinigen, größere Düse einsetzen Ansaugfilter reinigen Die auf Seite 3 aufge- führten Punkte beacht. Die auf Seite 7 aufge- führten Punkte beacht. Mischungsvorschriften beachten Dicht. zw. Verg. u. Zyl. ern., Vergaserschr. gut anz. Zyl. u. Gehäuse- dicht. ern., Filtergeh. festschrauben Dekompressorventil rein., Dekompress. erneuern Kerze festz., a.Dicht. acht. Neue Kerze einsetzen Zündung nachstellen Verbindung zum Konden- sator prüfen, Konden- sator erneuern Unterbrecherabstand nachstellen Zündeinrichtung nach- stellen Auf einwandfr. Anschluß achten, Zündspule ern. Kolbenringe vorsichtig lösen bzw. erneuern Kolben u. Verbrennungs- raum gründlich reinig. Auspuffanlage reinigen Kühlrippen des Zylinders reinigen, Luftschlitze in der Trommel reinigen 20 20 22 20—23 20, 22 25 28—32 32 28/29 31 32 56 56 34 Motor leistet wenig und wird heiß Motor läuft im 4-Takt Zündkerze verölt oder verrußt Zündkerze hat weiß- gebrannten Stein Zu hoher Brenn- stoffver- brauch Motor läuft im 4-Takt Ursache Behebung Dauerndes Langsamfahren unter 10 km in d. Stunde Vergaser Düse zu groß Düse nicht festgeschraubt Schwimmer hängt zu hoch Schwimmernadel schließt nicht Schwimmer mit Brennstoff vollgesogen Luftfilter Luftfilter stark ver- schmutzt Verbrennungsrückstände Verbrennungsrückstände auf Kolben im Zylinder- kopf, insbesondere im Auspuffkanal und Aus- pufftopf Düse auswechseln Düse festziehen Schwimmer eine Raste tiefersetzen Schwimmernadel beweg- lich machen u. Schwim- merventil reinigen Schwimmer erneuern in Benzin auswaschen, ausblasen und mit Öl benetzen Kolben, Zylinder u. Aus- puff reinigen Seite 20 22/24 22/24 22/24 20 Motor läuft im 4-Takt 34/56—59 Zündkerze verölt oder verrußt Zündkerze hat weiß- gebrannten Stein Zu hoher Brenn- stoffver- brauch wee Az Zündkerze verölt oder verrußf (Zündkerze sieht schwarz aus) Ursache Behebung Motor geht in 4-Takt Kerze hat zu hohen Wärmewert Elektrodenabstand stimmt nicht Motor bekommt zu viel Be- triebsstoff: Düse zu groß Düse nicht festgeschraubt Schwimmer hängt zu hoch Schwimmernadel schließt nicht Schwimmer mit Brennstoff vollgesogen Brennstoffmischung enthält zu viel oder ungeeig- netes Öl _ Verbrennungsrückstände auf Kolben, im Auspuff- kanal und Auspufftopf Sehr langsame Fahrweise oder die Fahrstrecken sind so kurz, daß der Motor die volle Be- triebswärme nicht er- reicht Zündung erfolgt zu spät Zündkabel schlägt auf Masse durch Die auf Seite 11 angeführ- ten Punkte beachten Kerze mit niedrigerem Wärmewert einsetzen Elektroden nachbiegen Düse auswechseln Düse festziehen Schwimmer eine Raste tiefer setzen Schwimmernad. bewegl. machen u. Schwimmer- ventil reinigen Schwimmer erneuern Mischungsvorschriften beachten Kolben, Zylinder und Auspuff reinigen Kerze mit niedrigerem Wärmewert einsetzen Zündung richtig einstell. Kabel erneuern oder mit Isolierband ausbess. Seite 25 26 20 20 23 23/24 23 34/56—59 Zündkerze verölt oder verrußt 25 28—32 27 Zündkerze hat weiß- gebrannten Stein Zu hoher Brenn- stoffver- brauch En Zündkerze hat weißgebrannten Stein (Schmelzperlen an den Elektroden) Ursache Behebung Seite Kerze hat zu niedrigen Wärmewert Elektrodenabstand der Kerze zu groß Motor erhält zu wenig Brennstoff Brennstoffmischung ent- hält zu wenig oder min- derwertiges OI Falsche Luft und Un- dichtigkeiten Rückstände im Verbren- nungsraum und auf dem Kolben Störungen an der Zünd- anlage Kerze mit höher. Wärme- wert einsetzen Elektroden nachprüfen, bzw. nachbiegen Brennstoffzufuhr und Ver- gaser nachsehen Richtiges Mischungsver- hältnis einhalten Vergaserdicht. ern., Ver- gas. festz., Zyl.- u. Geh.- Dichtungen erneuern Kolben u. Zyl. reinigen Zündanlage nachsehen 25 26 22—24 22—24, 70 56—59 28—32 Zündkerze hat weiß- gebrannten Stein Zu hoher Brenn- stoffver- brauch PT Zu hoher Brennstoffverbrauch Ursache Behebung Seite Ungeeignete Fahrweise dauerndes Vollgasfahren zu rasches Beschleunigen der Maschine Bremsen bei offenem Gas- drehgriff Brennstoffzuleitung und Vergaser Schlecht schließ. Benzin- tankverschraubung schadhafte Deckeldich- tung am Vergaser Schwimmerventilsitz un- dicht Schwimmer bleibt hängen Schwimmer vollgesogen Brennstoffspiegel zu hoch zu große Düse zu ölhaltige Mischung Zündung ungeeignete Zündkerze Zündung falsch ein- gestellt Motorische Schäden Rutschen der Kupplung Schlechte Verdichtung Auspuffkanal u. Auspuff- topf durch Olkohle ver- stopft Gasdrehgriff nicht plötz- lich aufreißen beim Fahren nicht rück- wärtstreten, beim Bremsen Gas ab- stellen Dichtung am Tankver- schluß erneuern Dichtung erneuern Ventilsitz ebnen Schwimmer beweglich machen Schwimmer erneuern Schwimmer tiefer setzen richtige Düse einsetzen Mischungsvorschriften beachten Zündkerze reinigen bzw. erneuern Zündung richtig ein- stellen Kupplungszug nach- stellen Dekompressor reinigen Kanäle und Auspufftopf reinigen 22—24 22—24 22—24 20 25 3 28—32 72 34 Zu hoher Brenn- stoffver- brauch grin 1. REPARATUREN OHNE AUSBAU DES HINTERRADES Für Reparaturen geringfügiger Art, wie Reinigen des Vergasers und der Brennstoffleitung, Wechseln der Zündkerzen, Einstellen der Zündung usw. ist der Ausbau des Hinterrades nicht erforderlich. Es genügt, das Verkleidungsblech vom Motor zu entfernen. Das Ver- kleidungsblech wird an den beiden Aushebeblechen rechts und links angehoben und seitlich herausgezogen. Es können folgende Reparaturen ausgeführt werden: a) Reparaturen am Luftfilter, an der Brennstoffleitung und am Vergaser. b) Beseitigen von Fehlern an der Zündlichtanlage und den dazu- gehörigen Teilen. c) Behebung von Lichtschäden. d) Reinigen der Auspuffanlage. e) Reparaturen an der Kabelleitung. Winns TTI wm N AL Abheben des Verkleidungsbleches | ento e a) Luftfilter, Brennstoffleitung und Vergaser. = Nach Entfernen des Verkleidungsbleches ist der Vergaser ohne weiteres zugänglich. 1. Düse: Normaldüse: Größe 45. Für sehr bergiges Gelände und bei hohem Fahrergewicht (über 90 kg) evtl. 47iger Düse verwenden. Vor dem Herausschrauben der Düse Benzinhahn schließen. Ver- schmutzte Düse durch Durchblasen oder mit einer weichen Borste reinigen. Beim Wiedereinsetzen der Düse Vorsicht! Düse mit nur sanftem Druck anziehen, um Gewindezerstörung und Quetschen der Kreuzbohrungen zu vermeiden. 2. Luftfilter: Ansaugtrichter nach Lösen der zwei Befestigungsschrauben herausnehmen. Klemmfeder über der Ansaugmuschel öffnen, Filter herausnehmen, in Benzin auswaschen und mit einem sauberen Öl benetzen. | sn EA Saxonette-Verkleidungsblech abgenommen Ada 1 Vergaser, 2 Einspritzpumpe, 3 Luftfilter, 4 Filtermuschel, 5 Schmiernippel, 6 Benzinleitung, 7 Licht- ti stecker, 8 Zündkabel, 9 Kupplungshebel, 10 Kabelführungsblech Herausschrauben der Düse 2 — 22 — 3. Brennstoffleitung: Leitung vom Benzinhahn und vom Vergaserdecke| lösen. (Bei der Saxonette in normalen Fahrradrahmen liegt de; Brennstofftank über dem Hinterradschutzblech und die Brennstof. leitung ist mit einer Rohrschelle am Motoren-Gehäuse befestigt Die Befestigungsschraube der Rohrschelle ist durch die Trommel. schlitze zugänglich, siehe Abbildung unten.) Leitung zur Reinigung mit Benzin durchspülen oder durchblasen. Benzinhahn herausschrauben und Sieb über und im Hahn aus waschen. Prüfen, ob Entlüfterloch im Tankverschlußdeckel offen ist. . Vergaser: Gaskolbendeckel ausschrauben und Schieber mit den beiden Druckfedern herausnehmen. Vergaserbefestigungsschrauber lösen und Vergaser mit der untenliegenden Dichtung herausnehmen Befestigung der Benzinleitung am Gehäuse ae Schwimmergehäusedeckel abnehmen. Schwimmer mit Nadel heraus- nehmen. Obere Haltefeder normal in der zweiten Nadelkerbe. Untere Haltefeder bis dicht an den Schwimmerkork herandrücken. Der Ventilsitz ist im Schwimmergehäusedeckel eingegossen. Bei zerstörtem Ventilsitz muß Gehäusedeckel erneuert werden. Gasschieber ag Einspritzpumpenkolben mit darunterliegender Feder nach Lösen de; Führungsstopfens herausnehmen. Vergasergehäuse und Brennstoft. kanäle gut durchspülen und durchblasen. Beim Wiederzusammenbau auf geraden Sitz des Schwimmergehäuse. deckels achten. Ausbau des Vergaser — 25 b) Zündanlage. 1. Zündkerze: Normale Zündkerze: Bosch W 95/T1. Ist die Verwendung von Kerzen anderen Fabrikates unvermeidlich (z. B. im Ausland), dann nur solche gleichen Wärmewertes ver- wenden. Aufschluß über die Richtigkeit der Kerze gibt das Kerzengesicht, d. h. das Aussehen des Steines, der Elektroden und des ganzen Hohlraumes einer frisch aus dem Motor herausgeschraubten Kerze. Kerze mit richtigem Wärmewert zeigt: bräunlichen Steinfuß, blanke oder dunkelgraue Elektroden, keine Ölkohle im Hohlraum. Kerze mit zu hohem Wärmewert zeigt: schwarzen und öligen Steinfuß, verschmutzte Elektroden, Olkohle im Hohlraum. Kerze mit zu niedrigem Wärmewert zeigt: weißgebrannte oder gar perlige Steinfußoberfläche, Schmelzperlen an den Elektroden, völlig trockenen Hohlraum. Wichtig! bei der Beurteilung der Kerze nach obigen Gesichis- punkten ist die genaue Vergasereinstellung, mit der vorher der Motor gefahren wurde. Verrußte oder verschmutzie Kerzen sind mit der Drahtbürste zu reinigen oder auszuk = nen. Kerzen mit zu niedrigem Wärmewert sind durch Kerzen mit höherem Wärmewert zu ersetzen. Bde 2. Prüfen der Kerze: Kerze herausschrauben und Elektrodenabstand Springt kein Funken über, dann neue Kerze probieren. Ist auch dies feststellen. Soll 0,7 mm betragen. Kerze mit Zündkabel verbinden erfolglos, dann hat der Fehler einen anderen Ursprung. 3, Prüfen des Zündkabels: Kabelführungsblech lösen, Zündkabel frei- legen und auf Durchschläge oder durchgewetzte Stellen unter- suchen. und Kerzenmasse an Motor anlegen. Nach Abnehmen der Schutz. kappe für die Zündeinrichtung Schwungscheibe kräftig durchdrehen, ta Prüfung der Zündkerze Abnehmen der Schutzkappe für Zündeinrichtung 28 — 4. Einstellen der Zündung: Merke: Die Zündung ist dann richtig eingestellt, wenn: Unterbrecherhub 0,3—0,4, Vorzündung 2—2,5 mm, richtung. V — Verstellschraube, P — Polschuhe. jr Zündanlage Abstand Polschuh — Ankerkern 6,5—8 mm in Dreh. Z — Zündspule, L — Lichtspule, K= Kondensator, U — Unterbrecherhebel, F — Feststellschraube, enge Stimmt der Unterbrecherhub nicht, so ist die Feststellschraube zu lockern und die Excenterstellschraube solange zu drehen, bis der Unterbrecherhub stimmt. Das Federblättchen am Magnetschlüssel muß sich ohne Klemmen zwischen die Kontakte schieben lassen. Nach erfolgter Einstellung ist die Feststellschraube wieder anzuziehen. Einstellen der Zündung "4 M | | i | Il il | Sind bei oben angegebenem Unterbrecherhub die obigen Werte für Vorzündung und Abstand: Polschuhn — Ankerkern nicht zu erreichen, so muß die Ankergrundplatte gedreht werden. Hierzu muß die Schwung. scheibe abgezogen werden. Dies geschieht nach Lösung der Schwung- scheibenmutter (Rechtsgewinde) mit Hilfe des Magnetabziehers. (Um das Wellenende der Kurbelwelle nicht zu verletzen, ist darauf zu achten, daß vor dem Einschrauben des Magnetabziehers das Schutz. hütchen aufgesetzt wird.) Abziehen des Schwungrades ale Nach Entfernen der Schwungscheibe sind die drei Halteschrauben der Grundplatte zu lösen. Nunmehr kann die Grundplatte in ihren Längsschlitzen gedreht werden. Das Einstellen der Zündung wird dadurch erleichtert, daß an der Außenseite des Schwungrades zwei Strichmarken O und M und am Motoren-Gehäuse eine Strichmarke angebracht sind. Stimmt die Strichmarke © mit der Marke am Gehäuse überein, so steht der Kolben im oberen Totpunkt; deckt sich die Strichmarke M mit der Entfernen der Zündeinrichtung arg Oh Gehäusestrichmarke, so steht der Kolben in Zündstellung. Spring: an der herausgeschraubten Zündkerze im Augenblick des Passierens der Strichmarke M mit der Gehäusestrichmarke ein kräftiger Funken über, so ist die Zündung richtig eingestellt. Merke: Saubere Montage ist die Grundbedingung für ein ein. wandfreies Funktionieren der Zündanlage. Verschmutzte Zündanlage mit Benzin auswaschen und dann ausblasen, da sonst Brandgefahr Schmierbügel mit neuem Fett versehen. Verschmorte oder einge. schlagene Unterbrecherkontakte mit Kontaktfeile säubern. Stark ab. genutzte Kontakte erneuern. . Ziindspule: Zündspule durch eine neue ersetzen, wenn Isolierung und Drähte durch Druck oder Schlag beschädigt sind. Auf einwand- freie Verbindung von Zündspule und Stromabnehmer achten. Zu Prüfung der Zündspule am besten Bosch-Dienststelle aufsuchen oder an uns einsenden. - Kondensator: Starke Funkenbildung am Unterbrecher deutet au schlechten Kondensator oder auf mangelhafte Verbindung zwischen Zündspule, Kondensator und Masse. Kondensator mit Glimmlampe prüfen, oder, falls dies nicht möglich, Bosch-Dienststelle aufsuchen oder an uns einsenden. An- und Ablöten der Verbindungskabel am Kondensator nach Mög: lichkeit vermeiden. Ist Löten unvermeidlich (Kondensator- ode! Zündspulenaustausch), dann mit geringstmöglicher Lötzeit und Lot: temperatur auskommen. . Magnetring: Polschuhe des Magnetringes dürfen die Ankerkerne nicht streifen. Magnetringe mit schwachem Magnetismus sind zum Aufmagnetisieren an eine Bosch-Dienststelle oder an uns einzu- senden. 33 — c) Lichtanlage. 1. Vorschriftsmäßige Lampen: für Scheinwerfer: 6 Volt, 5 Watt für Rücklicht: 6 Volt, 0,1 Amp. 2. Auswechseln der Lampen: ] Durch Niederdrücken des Knopfes links am Scheinwerfergehäuse wird der Scheinwerfer geöffnet. Lampe mit Fassung können jetzt aus dem Spiegel herausgezogen werden. Beim Wiedereinsetzen der Fassung in den Spiegel ist darauf zu achten, daß die Fassung fest aufsitzt. Befestigung der Kabel: Scheinwerferlampe und Rücklichtlampe werden von der Lichtanlage gespeist. Das vom Motor kommende Lichtkabel wird an der unteren Klemme (schwarze Isolierung) des Scheinwerfers befestigt. Das zum Rücklicht führende Kabel wird an der oberen Klemme (rote Iso- lierung) des Scheinwerfers angeschlossen. N D Einstellen des Scheinwerfers Ba ERE . Ei len des Scheinwerfers: 4. Einstellen | a Zur Demontage des Auspufftopfes schraubt man die beiden Be- Saxonette auf ebenen Boden einer hellen Fläche (Hauswand) au ; È : 3 festigungsmuttern am Zylinder und die Schraube, mit der der Aus- 10 Meter Entfernung gegenüberstellen. Die beiden Schrauben = . . ER 2 5 3 . puff am Gehäuse befestigt ist, Iös. Weiche, schwammige Olkohle kann zwischen Halter und Scheinwerfer soweit lockern, bis der Schein |, > 8 ì mit einem entsprechenden Reinigungsmittel (Henkel P 3 oder Siiiron) werfer in senkrechter Richtung schwenkbar ist. Motor laufen lassen È ; à à À : È Il daB der helle Kern des Lichtkegel entfernt werden. Genügt dieses Mittel nicht, so ist ein Ausbrennen i er r i CINE und Scheinwerfer so ae a ee A des Topfes notwendig. ü oden ist wie der Scheinwerfer selbst halb so hoch über se re SIE ia zieh Das Ausbrennen erfolgt am besten durch Einleiten einer kräftigen Gas- i eiden Schrauben WI raft! iehe : Nach dem Einstellen die g E flamme in den Auspufftopf. Die nach 10—15 minutlichem Ausbrennen 5. Fehler an der Lichtanlage: verbrannten Ölkohlreste können nach Erkalten des Auspufftopfes Beim Versagen der Lichtanlage ist zu prüfen, ob der Fehler in herausgeklopft werden. Eine übermäßige Erwärmung des Auspufftopfes Schwunglichtmagnet selbst zu suchen ist, oder ob die äußeren Teile „aim Ausbrennen ist zu vermeiden, da sonst der äußere Anstrich des wie Kabel, Scheinwerfer und Schalter, Lampen usw., Ursache de Topfes zu sehr leidet. Störung sind. Bei Wiedermontage den Auspufftopf erst am Zylinder befestigen (Aus- Folgendermaßen vorgehen: puffdichtung nicht vergessen) und dann erst Schraube am Gehäuse Motor laufen lassen und durch direkte Stromabnahme am Stecke! anziehen. im Motorgehäuse mit einer Probierlampe (6 Volt, 5 Watt) prüfen, ob jst ein Reinigen des Kolben und des Auspuffschlitzes notwendig, so Strom vorhanden ist. muß hierzu der Motor auseinandergenommen werden. (Siehe Seite 56.) 1. Brennt die Probierlampe, so ist der Schwunglichtmagnet in Ord nung, und der Fehler ist an den äußeren Teilen zu Suchen. Es Sind zu prüfen: a) Scheinwerfer und Rücklichtlampe (Taschenlampenbatterie ver wenden); b) Anschlüsse im und am Scheinwerfer; c) Kabel. 2. Brennt die Probierlampe nicht, so ist die Störung im Schwunglicht magnet selbst zu suchen. Schwungscheibe abziehen und Ver bindung der Lichtwicklung zum Motorstecker prüfen. Liegt die Störung an der Lichtwicklung selbst, dann Bosch-Dienststelle au! suchen, oder das ganze Zündlicht-Aggregat an uns einsenden. d) Auspuff. Es empfiehlt sich, nach 2000—3000 km Fahrt die Auspuffanlage 2 reinigen. Wird zur Herstellung der Brennstoffmischung gutes Marken-Mineral-O im Motoren-Öl 1:25 verwendet, so wird der Ansatz von Rückständef im vorgeschriebenen Mischungsverhältnis 1:20 oder das Sachs Auspuff nur gering sein. Auspufftopf — 36 — e) Kabel. Sämtliche Kabel: Lichtkabel, Gaszug, Kupplungszug, Dekompressor- kabel liegen in einem gemeinsamen Schlauch, der mit Klemmen am Rahmen befestigt ist. Beim Ausbau des Hinterrades ist es nicht nötig, die einzelnen Kabel vom Motor zu lösen. Nur die Kabelklammern wer- den vom Rahmen entfernt. Nunmehr kann das Hinterrad abgezogen werden. Ist eine Bowdenspirale defekt, so kann diese nicht aus dem Kabel- schlauch herausgenommen, sondern es muß, wenn ein Flicken der Spirale nicht möglich ist, der Schlauch ersetzt werden. Dagegen können die einzelnen Drahtzüge ohne weiteres ausge- wechselt werden. Vor dem Einsetzen eines neuen Drahtzuges wird diesem eine mit Vaseline und Graphitpulver hergestellte Schmiermasse dick aufgetragen. 2. AUSBAU DES HINTERRADES Bei Reifenwechsel wird das Hinterrad mit dem Motor aus dem Rahmen ausgebaut. Die beiden Achsmuttern rechts und links werden abge- schraubt, der Klauenhebel entfernt und die Überwurfmutter der Brenn- stoffleitung unterhalb des Benzinhahnes gelöst. Die 4 Kabelklammern, mit denen der Kabelschlauch am Rahmen befestigt ist, werden ent- fernt, die Antriebskette vom Zahnrad abgenommen, und das Rad nach hinten aus den Gabelschlitzen herausgezogen. Linkes Pedal hoch- stellen, damit der Kabelschlauch leicht entfernt werden kann. Ist das hintere Schutzblech beim Herausziehen des Rades hinderlich, so kann durch Nachlassen des Reifendruckes ausreichend Platz ge- schaffen werden. Beim Wiedereinbau des Hinterrades ist das auf Seite 72 gesagte zu beachten. 3. DEMONTAGE DES KOMPL. MOTORS a) Ausbau des Motors. Die Demontage des Motors setzt den Ausbau des Hinterrades voraus. (Siehe 2.) Am ausgebauten Motor ist das Kabelführungsblech durch Lösen zweier Schrauben zu entfernen. Die untere Schraube (Linsenkopf- schraube) dient zugleich zum Einhängen des Verkleidungsbleches. Der Abstand zwischen Schraubenkopf und Gehäuse muß durch Ein- stellen der Mutter seine ursprüngliche Stellung behalten. (Siehe Bild, Seite 20.) Stellschraube für den Kupplungszug lösen und Bowdendraht aus- hängen. Befestigungsschrauben entfernen. Luftfilter durch Lösen der beiden Gaskolbendeckel abschrauben und Gaskolben einschließlich der beiden Druckfedern herausziehen. Lichtstecker herausziehen. # % SI Y DA pe 8 a ti a RL ER XE. — 38 — b) Abziehen des Zahnkranzes. Kleine Sicherungsmutter auf Hebel Konusseite abschrauben. (Mit Zapfenschlüssel.) Nasenscheibe entfernen. Achse herausschrauben Lôsen der Sicherungsmutter <= und nach Kettenradseite herausziehen. Antreiber mit angeschraub- tem Kettenrad herausnehmen und Kugelring entfernen. Antreiber mit Zahnkranz in die hierfür vorgesehene Vorrichtung einschrauben Herausnehmen des-Antreibers « N pre und im Schraubstock einspannen. Stellmutter abschrauben (Links- gewinde), Zahnkranz mittels Hakenschlüssels abschrauben (Rechts- gewinde) und Staubdeckel entfernen. Der Antreiber wird ohne Zahnkranz wieder in die Nabe eingesetzt und die Achse wieder eingeschraubt. Achtung! Niemals den Zahnkranz abziehen, solange der Antreiber in der Nabe steckt, da sonst die Kugellaufsitze in der Nabe zerstört werden. Vorrichtung zum Abziehen des Zahnkranzes Abziehen des Zahnkranzes c) Abziehen der Trommel. Ringmutter vom Trommelflansch abschrauben (Linksgewinde). Ab- ziehen der Trommel durch Aufsetzen eines Rohrstückes. Ein kurzer Hammerschlag genügt zum Lösen der Trommel. Abschrauben der Ringmutter Abziehen der Trommel Be a Keil zwischen Nabe und großem Konus entfernen. Großen Konus von der Nabenhülse entfernen und Kugellaufring mit Kugelkorb herausnehmen. Schraube des Dekompressorhalters lösen und De- kompressorhalter abziehen. (Auf Abdeckkappe für Dekompressor schlüssel abschrauben. Schwungscheibe mit Halter für Schwungscheibe festhalten und Schwungrad mit Abziehvorrichtung abziehen. Federkeil auf der Hauptwelle entfernen. Reparatur an der Zündeinrichtung siehe Seite 28—32. 4 achten.) d) Demontage der Zündanlage. Schutzkappe der Zündanlage mit Schraubenzieher entfernen. Be- festigungsmutter (Rechtsgewinde) auf Schwungscheibe mit Steck- Trommel abgezogen Kugellaufring und Kugelkorb A ARE BARA gr cs Die im Motor sitzende Steckbüchse für Lichtstecker nach oben etwa 3 cm herausziehen. Klemmschraube für Lichtkabel lösen. Nach Entfernen der 3 Befestigungsschrauben kann die Zündeinrichtung abgenommen e) Öffnen des Gehäuses (Trommelseite). Schrauben (8 Stück) am Gehäusedeckel lösen und Gehäusedeckel durch Abdrückschraube abheben. Dichtung entfernen. werden. Yj TOSTI Herausziehen der Steckbiichse Abheben des Deckels durch Abdrückschraube SUN . Ein- und Ausbau der Kupplung eo Ausbau der Kupplung. Die Vorgelegewelle, auf der die Kupplung aufgezogen ist, hat Schiebesitz im Kugellager des Gehäusedeckels und wird mit einem besonderen Werkzeug aus dem Lager herausgehoben. (Auf Aus- gleichscheiben achten.) Inneres Kupplungsrad mit Ausgleich- Herausheben der Kupplung aus dem Gehäusedeckel RAA © EN fie scheiben und Kupplungsstift wieder in die Kupplung einsetzen. Fliegende Büchse dem Lagerring des Gehäuses entnehmen und auf Vorgelegewelle aufstecken. Die Kupplung wird wie folgt demontiert: Fliegende Büchse, Ausgleichscheiben, inneres Kupplungsrad, Ausgleich- scheibe, Sicherungsdeckel, Federring, Schiebekeil und Kupplungsstift von der Vorgelegewelle abziehen. Kugellager für Kupplungswelle Entfernen des Sicherungsdeckels an der Kupplung =. bY} — Be Der auf dem Kupplungskörper verstemmte Sicherungsdeckel muß mit j er dem Schraubenzieher gelöst werden. Verschlußdeckel mit einem Druck- e à 5 stück auf einer Presse oder im Schraubstock niederdrücken, und den f großen Federring, der den Verschlußdeckel im Kupplungsgehäuse fest- hält, herausnehmen. Außenlamellen, Gußlamellen und Kupplungsfedern mit Näpfen können jetzt herausgenommen werden. § 4 An an Ts Lôsen des groBen Federringes an der Kupplung Geöffnete Kupplung 3. h) Ausbau des Pufferhebels. ; Durch Lösen der äußeren Ringmutter, Entfernen der Nasenscheibe und Lösen der inneren Ringmutter, kann der Hebelkonus mit Puffer- federn und Pufferdeckel nach innen herausgedrückt werden. Staub- deckel, Federscheibe und Ausgleichscheibe über der großen Lager- schale entfernen. Auseinanderbau der Nabe. | | 3 Nabenachse herausschrauben und nach der Kettenradseite heraus- ziehen, Antreiber, Kugelkorb, Nabenhilse mit aufgezogenem großen U m it Bremsmantel herausnehmen. | Übersetzungsrad, Bremskonus mit m h 1 ET à ne Ausbau des Pufferhebels Aus2inanderbau der Nabe — 56 — i Nr = i) Abnehmen des Zylinders und Auspufftopfes und Ausbau des bolzen mit Abdrückvorrichtung herausdrücken und Kolben abnehmen. Kolbens. Kolbenbolzen nicht mit Durchschlag und Hammer herausschlagen, Auspufftopf lösen (siehe Seite 35). Zylinder nach Entfernen der | da sich sonst der Kolben verformt und für weitere Verwendung beiden Zylinderbefestigungsschrauben vorsichtig abziehen. (Dich- unbrauchbar wird. tung entfernen.) Kolbenbolzensicherung herausnehmen. Kolben- Abnehmen des Zylinders Herausnehmen der Kolbenbolzensicherung 59 müssen ersetzt werden. Niemals einen neuen Kolben in einen nicht j) Kolben und Zylinder. Etwa vorhandene Freßstellen abpolieren. Festgebrannte Kolben- ringe vorsichtig lösen und gegebenenfalls erneuern. Ringnuten reinigen. Auf festen Sitz der Kolbenringsicherungen achten. Kolben mit ausgeschlagenen Ringnuten oder stark gefressene Kolben ausgeschliffenen Zylinder einbauen. Olkohle aus Ringnuten und auf dem Kolbenkopf entfernen. Ver- dichtungsraum und Schlitze des Zylinders von anhaftender Olkohle reinigen. (Hierfür nur geeignete Werkzeuge benutzen und darauf achten, daß die Zylinderlauffläche nicht beschädigt wird.) k) Auspufftopf siehe Seite 34/35. “. 7 Kurbelwelle Herausdrücken des Kolbenbolzens | ausgebaut È ï ER NE TRS LE Zi je hi | ne = 602 I) öffnen des Gehäuses (Magnetseite). Kurbelwelle und deren Reparaturen. Befestigungsschrauben des Kurbelwellengehäuses lösen und Ge- häusehälfte-Magnetseite abnehmen. Die nunmehr noch im mittleren Gehäuseteil steckende Kurbelwelle durch Drücken oder leichtes Klopfen mit dem Gummihammer demontieren. Hierbei streift sich die auf der Antriebsseite der Kurbelwelle durch Körnerschlag ge- sicherte Spritzscheibe selbständig herunter. Bei zerstörtem Pleuellager ist die Kurbelwelle ins Werk einzusen- den, ohne daß vorher die auf den Achsschenkeln aufgezogenen Lagerringe entfernt werden. Kugellagererneuerung kann außerhalb des Werkes vorgenommen werden. Lager auf Magnetseite: E 15 Lager auf Getriebeseite: E 19. Beim Abziehen der Lagerringe nur die hierfür vorgesehene Ab- ziehvorrichtung benutzen. Auf die unter den Lagerringen befind- lichen Ausgleichscheiben achten, damit die richtige Einbaubreite erhalten bleibt. Das seitlich zulässige Spiel der Kurbelwelle beträgt 0,1 bis 0,15 mm. Die Lagerringe sind beim Wiederaufziehen auf etwa 80° im Olbad zu erwärmen. Kurbelwange, auf deren Wellenstumpf der Lager- ring aufgezogen wird, abstützen, damit Kurbelwelle im Pleuel- zapfen nicht verbogen wird, Die im Gehäuse eingepreßten Lageraußenringe können nach Er- wärmung der Gehäusehälften auf etwa 100—120° durch leichtes Klopfen mit dem Gummihammer herausgenommen werden. Auswechseln der Dichtungsringe 61 m) Auswechseln der Dichtungsringe. Nach dem Entfernen der Lageraußenringe sind die Dichtungen zu- gänglich. Neu eingesetzte Dichtungen vor dem Einbau der Kurbel- welle auf das Maß der Kurbelwellenzapfen aufdornen. Beim Wieder- einbau achten, daß die Dichtungen nicht beschädigt werden. n) Ausbau des Kupplungshebels. Kerbnagel von innen herausschlagen und Kupplungshebel heraus- ziehen. Beim Wiedereinbau eines neuen Hebels die zur Abdichtung dienende Talgschnur nicht vergessen. À NEZ = Ta | — 62 — RES 4. ZUSAMMENBAU UND EINBAU DES MOTORS Hier sind hauptsächlich nur die Vorgänge herausgegriffen, die einer besonderen Beachtung bedürfen. Es sind somit beim Zusammenbau des Motors alle jene Maßnahmen, die in den vorangegangenen Kapiteln erwähnt wurden, genauestens zu beachten, da ohne deren Erfüllung die einwandfreie Montage des Motores nicht möglich ist. Auch die im Vorstehenden gezeigten Bilder haben für den Zusammenbau ihre Berechtigung, wenn sie auch in diesem Kapitel nicht mehr besonders erwähnt sind. a) Einbau der Kurbelwelle. Kurbelwellenlager leicht einfetten (Vaseline), Antriebsseite der Kurbelwelle in Gehäuseteil-Antriebsseite einführen. Dichtungs- flächen von Gehäuseteilen, Magnet- und Antriebsseite von Fett und Ol säubern (Spiritus) und mit Dichtungsmasse (Curil-Paste) be- streichen. Gehäusehälfte-Magnetseite bei gleichzeitig kurzen Dreh- bewegungen (wegen Lagersitz) der Kurbelwelle aufsetzen. Paß- stifte einführen und dann erst die beiden Gehäuseteile zusammen- ziehen. Spritzring auf Kurbelwelle-Antriebsseite bis auf 0,5 mm an Zusammenbau der Gehäusehälften mit Paßbolzen Gehäuse aufschieben und verkörnern. ey b) Aufbau von Kolben, Zylinder und Auspufftopf. Kolben auf 80—100° erwärmen und mit Vorrichtung aufziehen. Kolbenbolzen mit den beiden Federringen sichern. Beachten, daß die kurze, steile Nasenseite des Kolbens auf die Seite des Über- strömkanals zu liegen kommt. Zylinderdichtung auf Zylinderflansch auflegen, Zylinderlaufbahn und Kolben einölen und Zylinder auf- stecken. Die beiden Zylinderschrauben gleichmäßig und fest an- ziehen. Auspufftopf zuerst am Zylinder befestigen (Dichtung nicht verges- sen) und dann erst Schraube am Gehäuse festziehen. Spritzblech auf Kurbelwelle 205 c) Zusammenbau, Einstellen und Einbau der Nabe. Merke: le Der Zusammenbau der Nabe erfolgt am zweckmäßigsten bei noch nicht im Gehäuse eingebautem Pufferhebel mit eingepreßtem Hebelkonus. . Bei der Nabe sind zwei Einstellungsvorgänge zu beachten: a) Einstellen der Nabe in sich selbst. Sie erfolgt an der noch nicht ins Gehäuse eingebauten Nabe. b) Einstellen der kompl. Nabe zum Gehäuse. Sie kann selbstverständlich erst am vollständigen Motor erfolgen. Kugelring in Pufferhebel mit eingepreßtem Hebelkonus einlegen, einfetten (Sachs-Motor-Getriebefett) und Bremsmantel mit Brems- konus einfetten und eingefettete Nabenhülse aufsetzen. Wichtig ist hierbei der richtige Sitz der Nabenhülse im Pufferhebel. Hülse sitzt dann erst richtig im Pufferhebel, wenn Abstand: Zahnradnabe — Pufferhebel = 3 mm beträgt. Einsetzen der Kugelringe va richtig falsch N a adit Fa een ass Kugelkorb für Antreiber in Nabenhülse einlegen (Skizze Seite 65), ein- fetten, Antreiber einschrauben und eingefettete Spindel einführen. Spindel im Gewinde vom Hebelkonus mit leichtem Druck festziehen. Nunmehr Spindel um ungefähr / Umdrehung zurückdrehen. Einstellen der Nabe | EN mer ore 2 OT Läßt sich der Antreiber, ohne daß er seitliches Spiel hat, auf der Spindel leicht bewegen, so ist die Nabe richtig eingestellt. Spindel gegen Verdrehung sichern durch Auflegen der Nasenscheibe und Festziehen der Sicherungsmutter. Nunmehr ist an der Einstellung der Nabe in sich selbst nichts mehr vorzunehmen. Federn mit Federdeckeln auf Federkreuz aufsetzen, Federn im Schraubstock zusammenpressen und in Spannklammern aufnehmen. LE Spannen der Pufferfedern MGR — | Nabe ins Gehäuse einführen und Spannklammer entfernen. Federsitz | d) Zusammenbau der Kupplung. im Gehäuse richten, damit das große Zahnrad nicht auf dem Feder- i deckel streift. Federnäpfe und Federn in großes Kupplungsrad einsetzen. Es fehlt nunmehr nur noch das Einstellen der kompletten Nabe zum | Gehäuse. Hierüber Siehe unter: i) Einstellen der kompletten Nabe | Gußlamelle Das große Kupplungsrad ist auf der Vorgelegewelle aufgepreßt. ED IE Lamellen in folgender Reihenfolge in den Verschlußdeckel einlegen: ie i} FT IE EINSER | Außenlamelle | || Gußlamelle ; | Außenlamelle | | Gußlamelle | | Drucklamelle Verschlußdeckel mit Lamellen in das große Kupplungsrad einsetzen. Drucklamelle der Kupplung niederdrücken und großen Federring einlegen. Sicherungsring aufsetzen und in Verschlußdeckelnut ver- stemmen. Schiebekeil in die Aussparung der Vorgelegewelle legen. Federring auf Vorgelegewelle schieben. Abdeckscheibe auf | Federring aufsetzen und Ausgleichscheibe auflegen. Kupplungsstift Z | in Vorgelegewelle einführen. 3 | Vorgelegewelle einölen, kleines Kupplungsrad einsetzen. Zähne der Lamellen bei niedergedrückter Kupplung ausrichten. È Eingeölte fliegende Büchse mit Ausgleichscheiben ins Gehäuse einlegen. Kompl. Kupplung ins Gehäuse einsetzen. | Achten, daß Kupplungshebel bei fest nach unten gedrückter Kupp- | lung 3--5 mm toten Gang hat. e) Aufsetzen des Gehäusedeckels. | Ausgleichscheibe auf dem kurzen Teil der Vorgelegewelle auf- : LU setzen. 50 ccm Sachs-Motor-Getriebefett einfüllen. Dichtungsflächen reinigen und Dichtung auflegen. Kugellager im Deckel einfetten und Deckel mit Paßstiften aufsetzen. Deckel fest- ziehen. Einsetzen der Nabe f) TO — Montage der Zündanlage. Isolierscheiben für Grundplatte einlegen. Lichtanschlußkabel in die hierfür im Gehäuse vorgesehene Bohrung mit Hilfe eines Zugdrahtes oder einer Zugschnur einführen und Zündanlage mit den drei Be- festigungsschrauben festziehen. (Auf Strichmarken achten.) Lichtstecker mit Lichtanschlußkabel verbinden, mit Gummitülle ver- sehen und ins Gehäuse einschieben. Schwungscheibe aufziehen. (Keil nicht vergessen.) Anbau des Vergasers und der Benzinleitung. Dichtung zwischen Zylinder- und Vergaserflansch nicht vergessen. Vergaserbefestigungsschraube sehr fest anziehen. Benzinleitung mit Vergaserdeckel verbinden und mit Rohrschelle am Gehäuse festziehen. Einziehen des Lichtanschlußkabels 71 h) Aufziehen der Trommel. (Vor dem Aufziehen der Trommel empfiehlt es sich, jetzt schon die Abdeckklappe und den Halter für Dekompressor anzuschließen.) Kugelkorb einfetten und in Lagerschale einlegen. Kugellaufring auf Nabenhülse aufschieben. (Keilnuten im Kugellaufring und auf der Nabenhülse müssen übereinstimmen.) Keil einsetzen und Trommel aufziehen. Trommel mit Ringmutter (Linksgewinde) festziehen, Staubdeckel auflegen und Kettenrad aufschrauben. (Rechtsgewinde) Kettenrad mit Mutter (Linksgewinde) Sichern. |) Einstellen der kompl. Nabe zum Gehäuse. Auf Hebelkonusseite sind in nachfolgender Reihenfolge einzulegen: Ausgleichscheibe Federscheibe Staubdeckel Ringmutter Die Ringmutter ist fest anzuziehen (Hakenschlüssel) und daraufhin wieder um 3/4 Umdrehung zu lösen. (Motor hat Luft gegen Trommel.) Nunmehr Nasenscheibe einlegen und zweite Ringmutter fest auf- ziehen. Kontrolle für die richtige Einstellung 1. Kettenrad muß sich leicht drehen lassen. 2. Gehäuse muß gegenüber der Trommel 0,3 mm Luft haben. Diese 0,3mm Luft ist jedoch durch die Federscheibe gedämpft und daher schwer feststellbar. Merke daher: Einstellung zu knapp, wenn Kettenrad rauhen Gang hat. Einstellung zu weit, wenn deutlich spürbare Luft festzustellen ist. Niemals versuchen, den rauhen Gang des Kettenrades oder die Bi zu große Luft durch Verstellung an der Nabenspindel zu ver- mindern, wenn vor dem Einbau in den Motor die Nabe bereits richtig eingestellt war. Fehler kann nur an dem zu harten oder [ weichen Sitz der unteren Ringmutter liegen. j) Einbau des Motors. Abdeckkappe über Zündeinrichtung stülpen. Das komplette Hinter- rad in die Gabelschlitze einführen. Kette auflegen. Klauenhebel ein- legen. Kette spannen und Hinterrad mit Vorderrad in Spur bringen. Befestigungsmuttern der Achse anziehen. (Unterlegscheiben nicht vergessen.) k) Anbringen der Bowdenzüge. (Dekompressorhalter mit Zug wurde bereits vor der Trommel- montage befestigt.) è Nunmehr Kupplungszug einhängen und mit Stellschraube einstellen. Einstellung ist richtig, wenn Kupplungshebel am Lenker eben noch spürbare Luft hat. Gasschieber einführen (Kolben wird in einer Nute geführt) und Gas- kolbendeckel fest aufschrauben. Lichtstecker in Steckbüchse ein- führen. Zündkerze einschrauben. Zündkabel und gemeinsamen Kabelschlauch in Kabelführungsblech verlegen. Es ist darauf zu achten, daß das Zündkabel auf die dem Motorgehäuse abgewandte Seite zu liegen kommt und daß die rotierende Trommel kein Kabel streift. Kabelschlauch mit den 4 Kabelhaltern am Rahmen befestigen. Starke Knicke in der Kabelverlegung sind zu vermeiden, da hier- durch das Bowdenseil klemmt und die Hebelbetätigung erschwert wird. Benzinleitung anschließen. Ansaugtrichter mit Filter montieren. (Beilagescheibe der unteren Befestigungsschraube nicht vergessen!) Verkleidungsblech einschieben; auf gleichmäßigen Abstand mit der Trommel achten.

Sachs-Motor Dienst Saxonette Reparaturanleitung 1938


Von
1938
Seiten
39
Art
Anleitung
Land
Deutschland
Marke
Fichtel und Sachs
Quelle
Heinz Fingerhut
Hinzugefügt am
14.12.2021
Schlagworte
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