Styria Freilaufnaben Steyr-Daimler-Puch AG Werk Freilassing Faltblatt 1954

Vorschau (608 KiB)

Maße: 150 x 210 mm

pe Neusjbirische 1, KIN, IRAK ganananns c | teen DE 87 [SAZ SO WÄEHN IBELIKENZ À rt >r nude?) Y 7 ans GOA NE 8 N _ X OLS 1 Sr Ab SS N un 4 = Ye York Ser R: IE, >> mr kalt | Y N u Sr = & Site ER on zu Tees fertatezh, wa hec / ie STYRIA-Freilauf-Bremsnabe ist durch einen absolut reinen Freilauf ausgezeichnet. Sie besitzt auch in der Bremsvorrichtung einige bemerkenswerte konstruktive Einzelheiten, die sich äußerst vorteilhaft auswirken und auf die daher hier näher eingegangen wird. Unser Bild zeigt die prinzipielle Einrichtung einer Rück- trittbremse in ihren Einzelheiten. In der Hinterradnabe 1 sitzt eine zylindrische Bremshülse, die aus einem inneren Teil 2 und einem äußeren 3 besteht. Der Außendurch- messer dieser Bremshülse ist etwas kleiner als der Innen- durchmesser der Nabe. Da keinerlei Berührung zwischen ihr und der rotierenden Nabe stattfindet, läuft die Nabe sowohl im Antrieb als auch im Freilauf absolut frei. Fest- gehalten wird die Bremshülse durch zwei Lappen 6, die in einem Schlitz 4 des Kegels 5a eingreifen. Der Kegel 5a ist durch den Bremshebel 7 am Rahmenrohr befestigt und an einer Drehung gehindert. Die Bremsung wird dadurch erzielt, daß, sobald der Fahrer zurücktritt, die beiden Kegel 5a und 5b in die Bremshülse gedrückt werden, wodurch diese gespreizt und an die Innenseite der Nabe 1 angedrückt wird. Die so zwischen der feststehenden Bremshülse und der rotie- renden Nabe entstehende Reibung bremst die Nabe ab. Um eine Spreizbarkeit der Bremshülsen zu erreichen, ist die innere Hülse 2 zweiteilig (2a und 2b). Die äußere Hülse 3 ist einmal geschlitzt (8) und schmiegt sich, da sie aus elastischem Material hergestellt ist, an die gespreizte innere Hülse 2 an. Letztere ist durch besondere Material- auswahl und ein spezielles Härteverfahren bei äußerster Festigkeit hochelastisch, sie kann sich daher an die Innen- Seite der Nabe 1 ganz gleichmäßig anlegen, so daß der als Bremsbelag dienende äußere Mantel am ganzen Umfang mit gleichem Druck angepreßt wird. Dies ist ein bemerkenswerter Vorteil der STYRIA-Brems- nabe. Die erwähnte Elastizität bewirkt weiter nach der Bremsung ein gänzliches Abheben der Bremshülse von der Nabe, so daß ein absolut freier Lauf gewähr- leistet ist. Ein weiterer Vorteil dieser Bremshülse ist, daß der äußere Mantel mit einem runden Zahn 10, der aus einem Stück mit dem Innenmantel 2 hergestellt ist und in der Off- nung 11 des äußeren Mantels genau eingreift, solide befestigt ist. Durch diese einseitige Befestigung wird die äußere Hülse beim Bremsen durch die Drehrichtung der Nabe (siehe Bild) flach an Hülse und Nabe angelegt. Man kann sich den Vorteil dieser Bauart dadurch klarmachen, das man ein Blatt Papier an einem Ende festhält und dann mit der Hand von der festgehaltenen Stelle über das Papier streicht: es wird dadurch an seine Unterlage angedrückt und geglättet. Streicht man jedoch von außen gegen die festgehaltene Stelle, so wird sich das Papier leicht verknittern und nicht mehr an der Unterlage anliegen. Durch die einseitige Befestigung der äußeren Bremshülse wird Aufstau- chen des Materials, Blockieren, ungleichmäßige Bremsung und so fort hier zuverlässig vermieden. Der Schlitz 8 liegt im Gegensatz zu anderen Brems- mänteln, die nicht fixiert sind, stets an derselben Stelle im Verhältnis zu den Teilfugen des inneren Mantels. Die nötige Kraft zum Spreizen der ganzen Hülse ist daher stets gleich, so daß immer eine gleichmäßige Brems- wirkung erzielt wird. Durch die geschilderten Maßnahmen wirkt die Bremsung anfangs sehr weich und kann progressiv fortschreitend bis zur stärksten Wirkung gesteigert werden. Zerlegung der Nabe Der überaus einfache Mechanismus gestattet es jeder- mann, an Hand der folgenden Anleitung die STYRIA- Nabe zu zerlegen und wieder zusammenzusetzen. Zuerst entfernt man auf der linken Seite der Nabe die Sicherungsmutter 617 sowie die Sicherungsscheibe 619. Dann wird die Nabe am Bremshebel 630 festgehalten und mit dem Schlüssel 618, der auf den Vierkant der rechten Achsseite aufgesetzt wird, die Achse heraus- geschraubt (normales Rechtsgewinde), worauf sich samt- liche Innenteile herausnehmen lassen. Beim Zusammensetzen ist auf der linken Seite der Kugel- ring 634 mit der Käfigseite, die die Aufschrift „Star“ trägt, nach außen einzulegen, dann wird der Hebel- kegel 605 mit dem Bremshebel eingesetzt, wobei darauf zu achten ist, daß keine Kugel des Kugelringes in das Innere der Nabe gedrückt wird. Nun werden von der rechten Seite folgende Teile nacheinander eingeschoben: Zuerst der Bremsmantel 0615/0616, und zwar so, daß die Nase des Kegels 605 in seinem Schlitze liegt, der komplette Bremskegel 613 samt dem darauf befindlichen Klemmgesperre 610a, schließlich der komplette Gewinde- kopf 606 mit dem montierten Rollen-Klemmgesperre 608, 611, 614, dem aufgesetzten Kugelring 634 (Aufschrift „Star“ nach außen) mit Kettenrad und eingesetztem Kugellager samt Dichtungsring 625. Nunmehr wird die Achse mit montiertem, festem Kegel 603 eingeschoben und verschraubt. Die Achse ist mit Gefühl anzuziehen, und zwar so weit, bis die Nabe ohne nennenswertes Spiel leicht und klemmfrei läuft. Schließlich ist die Sicherungsscheibe 619 aufzubringen und die Sicherungs- mutter 617 aufzuschrauben. Nach deren Festziehen über- zeuge man sich abermals vom leichten Lauf der Nabe. Einstellen der Nabe Nach Lösung der Achsenmutter 604, respeklive des Auf- stieges lockere man die Sicherungsmutter 617, worauf die Achse mit dem Schlüssel 618 verdreht und, wie oben beschrieben, die Einstellung vorgenommen werden kann. Achtung: Das Abnehmen des Zahnkranzes darf nur bei demontierter Nabe vorgenommen werden. Die Zahn- kranzmutter hat Linksgewinde! STEYR-DAIMLER-PUCH AKTIENGESELLSCHAFT WERK FREILASSING 31769 W — 20.000 d — 12/54 — 54499 Teile-Verzeichnis der STYRIA-Freilauf-Bremsnabe Benennung Zahnkranz .!/2X 1/3” 17— 24 Zähne Nabenhülse, komplett . Achse mit festem Konus . Achskonus, allein Mutter zur Achse Hebeikonus mit Staubring Gewindekopf, komplett Rollen zu P 610 a ? Rollen 6,5X11,5, normal . Springfederring 18,56 . Rollenhalter, komplett . Walzenführungsring Stück Pos.Nr, 620 621 622 623 Benennung Zahnkranzmutter 5 Klemmschraube zu P 623/4 Mutter zu P 621 Klemmschelle für Rohr 23X156,5 9 SE Klemmschelle, komplett . Klemmschelle für Rohr 20X14 6 As Klemmschelle, komplett Dichtungsring, komplett . Innerer Staubdeckel ÄAußerer Staubdeckel . Staubdeckel Bremskonus, komplett . Bremshebel Springfederring 16 e anne an wa aaf mad (amd Helmöler RE Aufstieg, anstatt P 604 = Bremsmantel, komplett . pi Kugelring 2 207.08 Sicherungsmutter . . . Bremshebel für Rennräder Schlüssel ZE ES Ge Klappöler Sicherungsscheibe . . . = Kugeln zu P606 . Re er Schmierung der Nabe Bei starker Beanspruchung des Rades ist auf ausreichen- des Ölen der Nabe zu achten. Zum Einölen durch den Helmöler zwischen Gewindekopf 606 und Achse 602 verwendet man harz- und säurefreies Kno- chen- oder Vaselinöl. Versagen des Antriebes oder nach- lassen der Bremswirkung ist meist auf Verwendung eines ungeeigneten harzreichen Schmiermittels zurückzuführen. 0615/0616 627 605 630 619 617 604 Einbau der Freilaufnabe in den Rahmen Die Gabelenden der Hinterradstreben müssen genau parallel zueinander stehen, da nur dann ein gutes Funktionieren der Freilaufnabe gewährleistet ist. Die Er- fahrung lehrt, daß verbogene Rahmen, beziehungsweise Gabelenden auch die Achse beim Anziehen der Muttern verbiegen und dadurch schädliche Spannungen in der Freilaufnabe hervorrufen. Nach Einführung der Achse in die beiden Gabelschlitze, richtigem Anspannen der Kette (eventuell mit Kettenspanner) und Verbindung des Bremshebels mit der Schelle (Schraube lose einführen), erfolgt zuerst das Anziehen der Mutter auf der Zahnkranzseite. Man überzeuge sich, ob sich das Rad auch oben in der Mitte der Hinterstreben befindet. Ist dies der Fall, so kann auch die Achsmutter oder der Auf- stieg auf der Bremshebelseite sowie die Klemmschellenmutter festgezogen werden Steht aber das Rad oben zwischen den Hinterstreben schief, so befinden sich die Gabelschlitze nicht auf gleicher Höhe. Die ungleichen Gabelenden, oftmals die Folge von verbogenen Rohren, sind unbedingt auszurichten. Es ist falsch, wenn das Rad oben an den Hinterstreben gewaltsam auf Mitte gedrückt wird und gleichzeitigauch die andere lose Seite der Achse festgezogen wird. So wird naturgemäß die Achse verbogen infolge der nicht stimmenden Mittelstellung des Rades in der oberen, beziehungsweise unteren Gabel durch ein schiefstehendes Gabelende. Die Gabelenden müssen vor dem Festziehen der Achsmuttern erst so gerichtet werden, daß beim Anziehen der einen oder anderen Achsmutter das Rad zwanglos sich in beiden Gabeln in Mitte Hinterrohr und Hinterstreben befindet. Zu beachten ist auch bei Mittelstellung des Rades die Lage des Bremshebels zur Klemmschelle. Der Bremshebel muß so gebogen sein, daß er zwanglos in die Klemmschelle eingeführt werden kann und bei Anzug der Klemmschraube keine Spannung im Hebel entsteht. Unrichtig stehende Hebel sind leicht nachzubiegen. Besondere Vorzüge der STYRIA-Nabe: Elegante, geschmeidige Form : Geringes Gewicht : Verblüffend einfache Bauart Weich und doch energisch wirkende Bremse : Absolut betriebsicher : Leichter Lauf : Erstklassiges Material : Präzisionsarbeit

Styria Freilaufnaben Steyr-Daimler-Puch AG Werk Freilassing Faltblatt 1954


Von
1954
Seiten
5
Art
Faltblatt
Land
Österreich
Marke
Styria
Quelle
Johannes Rilk
Hinzugefügt am
20.02.2021
Schlagworte
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